hier nu meine absoluten Lieblingsgedichte:

Die Made

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.

Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made:
"Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol. So leb denn wohl!

Halt, noch eins! Denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!"

Also sprach sie und entwich. -
Made junior aber schlich hinterdrein;
doch das war schlecht!
Denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. Schade!

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde ....



jetz eins ohne titel(tittel,nicht war*lol*),aber sehr gut!!


Dunkel war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur.
Als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die runde Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossener Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und auf einer roten Bank,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Knabe
mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm 'ne alte Schrulle,
zählte kaum erst sechzehn Jahr,
in der Hand 'ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.

Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume,
und an Nüssen noch genug.

Von der regennassen Strasse
wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen.
hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.

Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier.
Du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen Dir.

Diese traurige Geschichte
war so lustig wie noch nie,
deshalb heißt's auf Wiedersehen,
bleibe bei mir, oh Marie!

Dies Gedicht schrieb Wolfgang Goethe
abends in der Morgenröte
während er auf'm Nachttopf saß
und seine Morgenzeitung las.

zum nächsten gedicht muss ich noch was sagen:ich hörte es zum ersten mal im deutschunterricht,wir sollten unsere lieblingsgedichte interpretieren und imke wählte folgendes aus:

Vielleicht lieber morgen

Auf einem gelben Stück Papier, grün liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und er nannte es "Chops"
denn das war der Name seines Hundes
Und nur darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
und einen goldenen Stern
Und seine Mutter klebte es an die Küchentür
und las es seinen Tanten vor
Das war das Jahr, als alle Kinder
mit Father Tracy in den Zoo fuhren
Und sie sangen mit ihm im Bus
Und seine Schwester kam auf die Welt
mit winzigen Zehennägeln und kahl
Und seine Eltern küssten sich oft
und das Mädchen um die Ecke schickte ihm
eine Valentinskarte mit vielen "X"-en
Und er fragte seinen Vater, was die "X"-e bedeuten
Und sein Vater brachte ihn am Abend ins Bett
Und war immer da, um das zu tun.


Auf einem weißem Stück Papier, blau liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und nannte es "Herbst"
denn es war gerade Herbst
Und nur darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
und sagte, er solle präziser schreiben
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür
denn die war frisch gestrichen
Und die anderen sagten ihm,
dass Father Tracy Zigaretten rauchte
Und sie in der Kirche fallen ließ
Und manchmal brannten sie Löcher in die Bänke
Das war das Jahr, als seine Schwester eine Brille bekam
mit dicken Gläsern und schwarzem Gestell
Und das Mädchen um die Ecke lachte ihn aus,
als er mit ihr auf den Weihnachtsmann warten wollte
Und die anderen sagten ihm,
warum sich seine Eltern oft küssten
Und sein Vater brachte ihn abends nicht mehr ins Bett
Und sein Vater wurde wütend,
als er ihn weinend darum bat


Auf einem Blatt aus einem Notizbuch
schrieb er ein Gedicht
Und nannte es "Unschuld: Eine Frage"
denn das war die Frage, die seine Freundin betraf
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
und sah ihn lange und seltsam an
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür,
denn er zeigte es ihr nicht
Das war das Jahr, als Father Tracy starb
Und er vergaß, wie das Glaubensbekenntnis ging
Und er erwischte seine Schwester,
wie sie hinterm Haus herumknutschte
Und seine Eltern küssten sich nicht mehr
und schwiegen sich an
Und das Mädchen um die Ecke trug zu viel Make-up
sodass er husten musste, wenn er sie küsst,
aber er tat es trotzdem,
weil es das war, was man halt tat
Und um drei Uhr morgens brachte er sich ins Bett,
während sein Vater nebenan schnarchte


Auf einem Stück brauner Papiertüte
versuchte er sich an einem Gedicht
Und nannte es "Absolut nichts"
denn nur darum ging es wirklich
Und er verpasste sich eine Eins
und einen Schnitt in jedes Handgelenk
Und klebte es an die Badezimmertür,
denn er glaubte nicht, dass er es noch
bis zur Küche schaffen würde

von Dr. Earl Reum

(entnommen aus dem Buch "Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky)


nun,nach diesem gedicht ist es nicht grad schön,noch irgendwelche anderen gedichte hier einzufügen,aber trotzdem....(denkt über das gedicht nach und gebt es weiter,schaden kann es nicht....)

dieses hier bekam ich durch eine ketten-mail und obwohl ich sowas hasse,finde ich,es ist die beste ketten-mail die es wohl gibt...

Warum Mami?????

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten. Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer Recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein. Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm´ doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon .Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht. Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mami!? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm. Sag´ meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich die jenige, die sterben muss?????

ANMERKUNG: Dieser Text in Gedichtsform war an der Springfield High School (Springfield VA, USA) im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden. Unter dem Gedicht steht folgende Bitte:

JEMAND HAT SICH DIE MÜHE GEMACHT,DIESES GEDICHT ZU SCHREIBEN.GIB ES BITTE AN SO VIELE MENSCHEN WIE MÖGLICH WEITER.WIR WOLLEN VERSUCHEN,ES IN DER GANZEN WELT ZU VERBREITEN,DAMIT DIE LEUTE ENDLICH BEGREIFEN,WORUM ES GEHT.



an dem hier hab ich mich ma selbst probiert:

Venedig


Am frühen Morgen,
Ganz ohne Sorgen,
Werd’ ich sie erreichen,
Die Stadt ohnes gleichen.

Sie gab mir von vornherein,
Ein Gefühl, wie zu Haus’ zu sein.
Das Gefühl, das sonst schnell vergeht
Und bei ihr einfach fortbesteht.

Das Wasser glitzert königsblau,
Die Well’ ein Lied uns singt,
„Hierher!“, ruft die Frau,
Die dort drüben winkt.

Mein Auto bleibt nun heute steh’n,
Zu Fuß werd ich spazieren geh’n.
Gondeln durch die Kanäle gleiten,
Über Brücken Menschen schreiten.

Türkise Lagunen, wohin das Auge blickt,
Die Gondoliere manövrier’n geschickt
Vorbei an den anderen Kähnen.
Schaumkronen an den Häusern lehnen.

Die vielen Leute am Markusplatz,
Er ist der Stadt ihr größter Schatz.
Durch die Luft fliegen hunderte Tauben,
An Ruhe mag hier keiner glauben.

Alte Gebäude, kunstvoll verziert,
Alt wie Jung sehr fasziniert.
Die Sonne geht unter, ein Tag zu Ende,
Ein’ Dank ich still nach oben sende.


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